Zukunft Logistik: Das Physical Internet

Definition

Hyperconnected global logistics system enabling seamless open asset sharing and flow consolidation through standardized encapsulation, modularization, protocols and interfaces.

Das Ziel Einsparungen der Logistikkosten in Bereich von 30% zu erreichen. (Großer Sprung)

Problem

  • Viele Transportfahrzeuge (z.B. Trucks) sind schlecht ausgelastet (und verursachen Kosten, Umweltbelastung, Staus und Unfälle, usw.)
  • Ein Großteil der Produkte besteht aus Verpackungsmaterial, das wir nicht benötigen
  • Das Logistiksystem ist für Peaks ausgelegt und wird die meiste Zeit über nicht ausreichend genutzt
  • Ein Großteil der Produkte wird produziert ohne je genutzt zu werden (z.B. Fashion, Lebensmittel)
  • Leute kaufen viele Produkte, obwohl sie diese nicht intensiv nutzen (z.B. Werkzeuge, wie Bohrmaschinen, Autos)

Die Folge: Ineffiziente Supply Chains mit hohem Ressourcenverbrauch, hohen Kosten und geringer Geschwindigkeit

Lösung

In Anlehnung an die Funktionsweise des digitalen Internets, in dem sich der Versender und Empfänger von Informationen nicht um deren Übertragung kümmert und diese von verschiedenen Betreibern nach festgelegten Protokollen für den Versand und die Verpackung der Pakete transportiert werden soll eine globale Infrastruktur entstehen, die physische Güter transportiert.

  • Teilnehmer in dem System (Transporteure, Warehouse-Betreiber, etc.) bieten ihre Dienstleistungen allen an und nicht nur für die eigenen Kunden. Z.B. Warehouses können generell von vielen genutzt werden
  • Transportketten werden nicht von einem Unternehmen zentral organisiert (ineffizient), sondern ein Teilaufträge zerlegt
  • Produkte werden dezentral auf Läger verteilt und so möglichst nah am Kunden gelagert (kurze Transportwege kleinerer Einheiten)
  • Modulares Verpackungskonzept (siehe unten)
  • Sicherer und standardisierter Informationsaustausch
  • Nachhaltige Business Modelle
  • Uvm.
Verpackungskonzept wie eine russische Puppe

Erste Ebene: PI-Pods verschiedene Größen an Ladungsträgern, die für den Außeneinsatz gedacht sind und ohne Werkzeug zusammengeklickt werden können – Äquivalent zu Containern

Zweite Ebene: PI-Boxes in verschiedenen Größen, kompatibel zu den Pods helfen beim Handling der Waren – Äquivalent zu Paletten

Dritte Ebene: PI-Packs in Standardverpackungsgrößen für Produkte, mit Möglickeiten zur individuellen Warenpräsentation, aber in einheitlichen Verpackungsgrößen

Mit diesem Konzept, soll weniger Verpackungsmaterial benötigt werden, da die Verpackungen auch wiederverwendbar sind. Zudem soll der Transportraum besser ausgenutzt werden, da effizienter verpackt wird und die Produkte untereinander besser kombiniert werden können.

Site-Level

Häfen und Umschlagsterminals können vollständig auf den Umschlag der standardisierten Ladungsträger ausgerichtet werden und so eine schnellere Umschlagsgeschwindigkeit ermöglichen. Der Container ist in Häfen eine ähnliche Erfolgsgeschichte. Einfachere Umsetzbarkeit des kombinierten Verkehrs durch

City-Level

Distributions-Center sind öffentlich nutzbar und werden an der Bewohnerstruktur ausgerichtet. Große Center vor den großen Städten, je dichter in die Städte rein, desto kleiner und smarter werden sie. Transportmittel werden ebenfalls entsprechend an die geforderten Ladungsgrößen und Transportdistanzen angepasst (z.B. Lastenfahrräder auf der letzten Meile)

Zustellung

Lockers sollten nicht in Parallelsystemen von mehreren Anbietern aufgesetzt werden, sondern ein interoperables System

Physical Internet in Europa

Über das Projekt Alice https://www.etp-logistics.eu – arbeiten viele Projektpartner in einem EU-finanzierten Projekt an der Einführugn eines PI bis 2030

Roadmap

Roadmap des EU-Projekts European Technology Platform ALICE
Quelle: www.etp-logistics.eu


In jährlichen internationalen PI-Konferenzen geht es um die Entwicklung des PI. – https://www.pi.events/

Shift2rail ist ebenfalls Partner des Programms.

Fragen

  • Wie können Rebound-Effekte durch sinkende Logistikkosten vermieden werden?
  • Wo entstehen erste Use-Cases, um eine schnelle Einführung des Ansatzes zu ermöglichen?
  • Inwiefern kann unser Konzept in einen PI partizipieren?

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